Unsere diesjährige Ausstellung in der Reihe INTERMEZZO beschäftigt sich mit den vielfältigen Bezugspunkten von dreidimensional wirkender Kunst im Raum. Anders als sonst werden in diesem Jahr jeweils zwei künstlerische Positionen nebeneinander präsentiert, so dass insgesamt vier Einzelausstellungen nach- und nebeneinander gezeigt werden.

6. August bis 1. Oktober 2017

Intermezzo 2017: Farbe & Körper im Raum, Teil 2

Michael Cleff: Impromptu Nr. 60, 2016, Steinzeug, Länge 46 cm, Foto: Christian Schlüter
Michael Cleff: Impromptu Nr. 60, 2016, Steinzeug, Länge 46 cm, Foto: Christian Schlüter

06.08. - 01.10.2017

Michael Cleff: An den Rändern

Michael Cleff arbeitet seit über 25 Jahren mit seinem besonderen Konzept einer materialbetonten sinnlichen Plastik aus Keramik, die sowohl streng
durchdacht ist als auch spielerisch inszeniert wird. Sie entspricht seiner doppelten Ausbildung als Handwerker und Künstler. Seine Plastiken wirken vertraut und anziehend, aber entziehen sich der schnellen Vereinnahmung durch ihre geheimnisvolle Individualität. „Mit seltener und souveräner Eigenständigkeit entwickelt er seine seltsamen Raum- und Wandkörper, die im Laufe der Jahre weiter und weiter von der modulierten Idee des Gefäßes wegdriften hin zu einer Autonomie, die ganz selbstbezüglich allgemeine Probleme der Bildhauerei behandelt, ohne darum geradezu klassische Kategorien wie Material und Handschrift zu verleugnen.“ (Walter Lokau).
Michael Cleff (* 1961) lebt und arbeitet in Bochum und Mülheim.
Eröffnung: Sonntag, 06. August 2017, 11 Uhr
Es spricht Dr. Sandra del Pilar, Kunsthistorikerin, Soest

Werner Pokorny: “Haus/Welle 1”, 2016, Khaja, z.T. schwarz gebrannt, 52 x 82 x 11 cm, WVZ 1060, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Pokorny
Werner Pokorny: “Haus/Welle 1”, 2016, Khaja, z.T. schwarz gebrannt, 52 x 82 x 11 cm, WVZ 1060, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Pokorny

06.08.2017 - 01.10.2017

Werner Pokorny: Skulptur & Zeichnung

In seinem skulpturalen Schaffen arbeitet Werner Pokorny mit elementaren Formen, die als Chiffren oder Metaphern erscheinen. Es sind archaisch anmutende, gleichzeitig aber auch zeitlose Zeichen. Neben Schalen-, Gefäß-, Balken oder Ringformen, zylindrischen und rechteckigen Körpern, besitzt die „Hausform“ die größte Bedeutung in Werner Pokornys konzentriertem skulpturalem Repertoire. Die Reduktion auf bedeutende Grundformen,  verbunden mit der spielerischen Kombinatorik der Elemente im Raum, als auch der sinnliche Umgang des Künstlers mit den Materialien Holz und Stahl, „entspinnen einen poetischen, skulpturalen Gesang, der die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die wesentlichen Momente der Existenz konzentriert und einstimmt.“ (Carsten Ahrens)

Werner Pokorny (* 1949) lebt und arbeitet in Ettlingen und Stuttgart.
Eröffnung: Sonntag, 06. August 2017, 11 Uhr
Es spricht Burkhard Leismann, Direktor Kunstmuseum Ahlen