Fritz Winter, Große Komposition II, 1938, Öl auf Leinwand, 141 x 163 cm, Dauerleihgabe der Bundesrepublik Deutschland © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Fritz Winter, Große Komposition II, 1938, Öl auf Leinwand, 141 x 163 cm, Dauerleihgabe der Bundesrepublik Deutschland © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

sammlung+

Mit der Reihe sammlung+ präsentiert das Kunstmuseum Ahlen ausgewählte Werke der eigenen Sammlung und eine bedeutende künstlerische Position, die sich mit einem Schwerpunkt des Hauses verbindet. Im Focus der Sammlungspräsentation stehen Werke der klassischen Moderne und Werkgruppierungen der deutschen Nachkriegskunst. Dank bedeutender Neuzugänge, Werken von Herbert Zangs und André G. Heurtaux aus der Stiftung Kunst des Landes NRW, einem Gemälde von Fritz Winter aus der Bundeskunstsammlung sowie Bildern u.a. von Auguste Renoir, Emil Nolde, Christian Rohlfs und Erich Heckel aus dem Nachlass von Annelie Leifeld, erwarten den Besucher neue Einblicke in den Sammlungsbestand. In die Präsentation der Sammlung ist darüber hinaus bis zum 10. Juli ein Raum mit Arbeiten von Willi Sandforth eingefügt. Diese Würdigung geschieht in Kooperation mit Fritz-Winter-Haus in Ahlen, das mit einer umfangreichen Retrospektive, vom 12. Mai bis zum 26. August 2018, dem Schaffen des Ahlener Künstler Willi Sandforth gedenkt, der vor einem Jahr im Alter von 95 Jahren gestorben ist.

 

 

Klaus Staudt - Horizonte

Objektkästen, Stelen und Arbeiten auf Papier

Klaus Staudt, Verstand des Herzens, 2015, Holz, Acrylfarbe, Plexiglas, 100 x 100 x 6,2 cm, Foto: Norbert Miguletz © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Klaus Staudt, Verstand des Herzens, 2015, Holz, Acrylfarbe, Plexiglas, 100 x 100 x 6,2 cm, Foto: Norbert Miguletz © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Die Werke des Frankfurter Künstlers Klaus Staudt (Jg.  1932) halten trotz ihrer strengen Systematik unerwartete Betrachtungsmomente bereit. Die außergewöhnliche Materialität seiner Kunst entfaltet sich zwischen warmer Anmutung und kühler Präsenz. Das einfallende Licht wird vor allem in seinen Reliefs und Objektkästen zum bewegenden Faktor, der die Rhythmik der Formen variiert und eine lebendige, sich stets verändernde Räumlichkeit erzeugt. Klaus Staudt gehört zu den wichtigen Vertretern des konkreten Kunstschaffens in Deutschland. Er hat seiner Kunst immer neue Impulse entlockt ohne den eng gesteckten Rahmen der von ihm bevorzugten Prinzipien zu überschreiten. Mit der dreiteiligen Ausstellungsreihe, im Leopold Hoesch Museum Düren, im Kunstmuseum Bremerhaven und jetzt im Kunstmuseum Ahlen wird seine besondere Position umfassend gewürdigt.