Brisante Träume – Die Kunst der Weltausstellung

vom 13.10.2018 - 10.02.2019

Kunstmuseum Ahlen und Marta Herford

Kolbe, Georg, Verkündung P85, 1934/35, Bronzeplastik, 65 cm hoch, Georg Kolbe Museum Berlin, Fotograf: Markus Hilbich, Berlin
Kolbe, Georg, Verkündung P85, 1934/35, Bronzeplastik, 65 cm hoch, Georg Kolbe Museum Berlin, Fotograf: Markus Hilbich, Berlin

Bilder, Skulpturen, Environments und mediale Präsentationen reflektieren die Rolle und die Botschaft der Kunst auf fünf Weltausstellungen von 1937 in Paris bis 1970 in Osaka.
In diesen Großveranstaltungen vertreten die Menschen die Kultur
ihrer Heimatländer und stellen ihre Visionen zur Diskussion.
Den baulichen Rahmen bilden seit 1851 spektakuläre temporäre Bauten. Die Kunst spielt hierbei eine große Rolle, da Weltausstellungen immer auch zum Experiment und zu einem Perspektivwechsel auffordern. Der Bogen spannt sich als Ausdruck des Wandels künstlerischer Ausdrucksformen vom Tafelbild  bis zum Environment. Historische Werke von Künstlern wie Robert Delaunay, Salvador Dalí, Lionel Feininger, Le Corbusier, Heinz Mack oder Jean Tinguely finden zu einer lebendigen Inszenierung zusammen. Als Kooperation zwischen dem Marta Herford und dem Kunstmuseum Ahlen wird die Schau zeitgleich mit verschiedenen Schwerpunkten gezeigt.

 

Historische Werkes stehen im Kunstmuseum Ahlen im Dialog mit ausgewählten Bild- und Filmdokumenten. Im Marta Herford werden die zentralen Themenlinien der Weltausstellung zwischen Mensch, Wissenschaft und Technik werden durch neu entwickelte Beiträge zeitgenössischer Künstler*innen, darunter Mathieu Kleyebe Abonnenc, Tim Berresheim, Robert Breer, Angela Fette, Nikolaus Gansterer, Konsortium (Lars Breuer, Sebastian Freytag, Guido Münch),
Katja Novitskova, Yvonne Roeb, Rob Voerman u.a., in aktuelle Zusammenhänge gestellt.

 

Beide Ausstellungsteile stehen für sich und ergänzen sich inhaltlich.
Weitere Informationen zum Ausstellungsteil im Marta Herford unter
:

www.marta-herford.de
www.marta-blog.de


Mack, Heinz, Rhythmus Afrikas, 1968-70 (Modifikation 2017), 6 Plexiglas und Edelglas, ca. 4,60 m Höhe,, Atelier Prof. Heinz Mack, Foto: Archiv Heinz Mack, VG Bildkunst 2018
Mack, Heinz, Rhythmus Afrikas, 1968-70 (Modifikation 2017), 6 Plexiglas und Edelglas, ca. 4,60 m Höhe,, Atelier Prof. Heinz Mack, Foto: Archiv Heinz Mack, VG Bildkunst 2018


In einer Art Zeitachse durchschreitet der Besucher im Kunstmuseum Ahlen zwei Ebenen, die in einer visuellen Inszenierung Botschaften, Themen und Stimmungen der Weltausstellungen von Paris 1937 und New York 1939 - im Erdgeschoss des Hauses -  und von Brüssel 1958, Montreal  1967 und Osaka 1970  - in den zweiten Etagen  - vor Augen führen.

 

In fünf Kapiteln, die als Titel und als Thema den Hintergrund und die Botschaft der jeweiligen Weltausstellungen kennzeichnen:

 

1937 Paris - Ingenieur*innen des Lebens

Kunst und Technik in der modernen Welt

1939/40 New York - Demokratie und Zerstörung

Die Welt von morgen bauen!

1958 Brüssel - Der mikroskopische Blick

Bilanz für eine menschlichere Welt

1067 Montreal - Aufbruch zu den Sinnen

Der Mensch und seine Welt
1970 Osaka - Traum von einer anderen Zukunft
Fortschritt und Harmonie für die Menschen

 

wird die Funktion und Rolle der Kunst im Zusammenspiel zwischen Architektur, Kunst und Design hinterfragt.