Intermezzo 2019 - Geteilte Wirklichkeit

Teil I vom 2.06. - 11.08.2019

Sandra del Pilar  Narziss am Fenster

Sandra del Pilar, Zeit Schichten, 2017, Öl und Acryl auf transparenter Synthetikfaser, 150 x 150 cm © Carlo Sintermann
Sandra del Pilar, Zeit Schichten, 2017, Öl und Acryl auf transparenter Synthetikfaser, 150 x 150 cm © Carlo Sintermann

In ihrer aktuellen Ausstellung greift Sandra del Pilar (*1973) den Mythos des Narziss auf, der im Wasser sein gespiegeltes Antlitz betrachtet. Bei ihr jedoch sitzt der schöne Göttersohn nicht an einem Quell; bei ihr sitzt Narziss am Fenster, in dessen Scheibe er sich sieht, während er gleichzeitig die Welt betrachten kann. Symbolisch steht dieses simultane Beobachten paralleler Wirklichkeiten für die Gemälde der Künstlerin. Bestehend aus mehreren, hintereinandergestaffelten, transparenten Schichten, die sich gegenseitig durchdringen, verhüllen und enthüllen, zeigen sie unterschiedliche, mitunter auch widersprüchliche Ansichten. Die Oberfläche der Malerei wird durchlässig und spiegelt uns gleichzeitig selbst. Auf ihr wird ästhetisch, spannungsvoll und überraschend über das Bild als Medium der Sichtbarkeit reflektiert.

 

 

Zur Eröffnung am Samstag, den 1 Juni , um 16 Uhr sprechen:

 

Begrüßung: Dr. Stephan Trescher, stellvertretender künstlerischer Leiter, Kunstmuseum Ahlen

Einführung: Prof. Dr. Hans Körner, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

 

Teil I vom 2.06. - 11.08.2019

Myriam Thyes  Barocke Versprechen und Konstruktive Zweifel

Myriam Thyes, Kreuz und Fläche zu Raum, 2017, HD-Video, 8:05,stereoskopische 3D-Animation © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Myriam Thyes, Kreuz und Fläche zu Raum, 2017, HD-Video, 8:05,stereoskopische 3D-Animation © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Barocker Illusionismus und Konkrete Kunst, reale Lebenswelt und Konstruktivismus, mediale Heilsbotschaften und gesellschaftliche Wirklichkeit: Myriam Thyes (* 19 ..) macht mit ihrer künstlerischen Arbeit interessante Brüche und Verbindungen sichtbar. Ihr Blick richtet sich dabei sowohl auf geschichtliche Ereignisse als auch auf unsere zeitgenössische Gesellschaft, in der verschiedene visuelle und gesellschaftliche Kulturen ineinander übergehen. Dieses “Crossover” bannt die Künstlerin in Fotografien und Bildmontagen sowie durch ihre Videokunst, in der sie das Suggestionspotential der Neuen Medien und modernster 3D-Technik wirkungsvoll für ihre Themen und Inhalte einsetzt. Formen und Motive, die auf den Betrachter zu und durch den Raum schweben, die sich überlagern, auflösen und neu formieren, lassen die Nähe zwischen verschiedenen religiösen und kosmischen Weltbildern eindrucksvoll erleben.

 

 

Zur Eröffnung am Samstag, den 1. Juni , um 16 Uhr sprechen:

 

Begrüßung: Dr. Stephan Trescher, stellvertretender künstlerischer Leiter, Kunstmuseum Ahlen

Einführung: Dagmar Schmidt M.A., Kunstmuseum Ahlen